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In-Game-Werbung in Videospielen

Werbung und Werbebanner gehören zu den meisten Sportspielen wie FIFA oder NHL dazu, daran haben sich die Gamer gewöhnt. Auch weil es das Spiel tatsächlich realistischer macht. Allerdings wird die Werbung in Videospielen auch in vielen anderen Spielegenres genutzt. Die sogenannte In-Game-Werbung oder Ingame Advertising ist inzwischen gang und gäbe in den meisten Games. Ob Philips Nassrasierer oder das Playboy-Heft, in vielen Ego-Shootern bewegt sich der Spieler von Werbeanzeige zu Werbeanzeige.

In-game-Werbung

Auch NHL15 nutzt in-Game-Werbung|Bannerheld.de|CC BY 2.0

Kinder als Zielgruppe

Das Mainzer Medieninstitut hat eine Studie mit 25 Kindern im Alter zwischen 8 und 14 Jahren durchgeführt, sowie eine zusätzliche Experimentalstudie mit 82 Kindern im Alter von 10 bis 13 Jahren. Die Studien ergaben eine hohe Empfänglichkeit für Kinder durch Werbung in Videospielen. Diese wiesen einen hohen Erinnerungs- und Wiedererkennungswert auf.
Kinder zwischen 8 und 11 Jahren haben große Schwierigkeiten Werbung im Spiel als solche zu erkennen. Und vor allem deren Absicht zu durchschauen.

Coca-Cola Zielscheibe

Die Werbung versteckt sich meistens nicht, sondern ist voll in die virtuelle Welt eingebunden. In „Max Payne 2“, können Cola Dosen aus Getränkeautomaten gezogen und als Zielscheibe genutzt werden. Wegzappen, wie im Fernsehen ist nicht möglich. Der Gamer ist der Werbeanzeige ausgeliefert.

kennzeichnungspflichtige Werbung

Das Institut empfiehlt, dass Werbung in Videospielen mit einer Kennzeichnungspflicht versehen werden sollte. Die Ankündigung von Werbeinhalten ist vor und während des Spiels wichtig. Spielpausen, wie Ladezeiten bieten sich hier an.

Obamas Gesicht in Burnout Paradise

In-Game-Werbung kann durchaus witzig sein. Im Jahr 2008 grinste der jetzige US Präsident Barak Obama in vielen Spielen wie „Need for Speed ProStreet“ oder „Burnout Paradise“ von Wahlplakaten. Ob diese Idee für den Einzug ins Weiße Haus gesorgt hat? Witzig war sie auf jeden Fall.

Werbung der Zukunft

Unternehmen haben diese Werbeform schon lange für sich entdeckt. In Zukunft werden die Werbebotschaften in Spielen eher mehr als weniger. Die Möglichkeit, Werbung in die virtuelle Welt einzupflegen sind vielfältig: Der Gamer merkt oft nicht, dass er mit Werbung konfrontiert wird. Die In-Game-Werbung ermöglicht den Unternehmen eine genaue Zielgruppe anzusprechen – diese Möglichkeit bleibt ihnen im TV oder Internet verwehrt.

Augen Auf!

Da es keine einheitliche Gesetzgebung dazu gibt, ist es am Nutzer, sich selbst bewusst zu machen, dass er von Werbung umgeben ist, und so etwas auf sich zu achten.
Aber mal ehrlich, wer würde FIFA ohne oder mit leeren Bandenwerbungen spielen. Werbung in Videospielen ist Teil unseres Lebens, und das wird so auch bleiben.

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