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Ich glaub, ich bin im falschen Film

Produkte nehmen die Logik

Filmfehler sind ein häufig ein großes Thema. Es gibt ganze Blogs nur über Filmfehler. Es gibt eine Menge solcher Fauxpas, mal hat die Hauptfigur eine andere Krawatte, als in der Voreinstellung, mal sind, wie in Quentin Terentinos Pulp Fiction Einschusslöcher schon vor der Schießerei da. Obwohl es sogar einen eigenen Berufszweig gibt, der Fehler verhindern soll: Der Continuity versucht logische Fehler im Film zu finden und zu beheben. Auch Marken und Produkte zerstören oft die Authentizität eines Films. Häufig betrifft dies auch falsch platzierte Werbung.

Coca Cola aus der Zukunft

Auch das deutsche Kino ist vor solchen Fehlern nicht gefeit. Der Film Good by Lenin, der 2003 in den deutschen Kinos erschien hatte ziemlich viele solcher Fehler. In einer zentralen Rolle steht dort die Marke Coca Cola. Die Ostdeutschen Produkte sind sehr detailgetreu dargestellt, während Westdeutsche Produkte häufig nicht so ganz authentisch rüber kommen. Die Coca Cola Dosen, die im Film vorkommen, sind aus den Jahren um die 2000 und auch die Verpackungen von Heinz Ketchup und Jacobs Krönung sind nicht passend für die Zeit, sondern stammen eher aus der Zukunft. Auch wenn die Produkte bestimmt nicht zu Werbezwecken dort platziert wurden, falsch platzierte Werbung könnte man sie schon nennen.

Besser falsch als gar nicht

Da wir schon über den Film Good by Lenin sprechen, können wir auch gleich noch bemängeln, dass in der Schlange der Einreisenden Autos ein Ford Mondeo steht. Der erste Ford Mondeo aber kam erst 1993 vom Band, fast vier Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer. Und weil wir schon dabei sind, können wir auch gleich sagen, dass der Elektrohändler Saturn, der sich im Film während einer Autofahrt im Fenster spiegelt, damals in Berlin noch nicht ansässig war. Historisch falsch platzierte Werbung ist allerdings für die Unternehmen immer noch besser, als gar keine Werbung.

Aber trotz dieser Filmfehler sind Filme wie Good by Lenin oder Pulp Fiction weltweit berühmt, und wem fallen schon wirklich diese Fehler aus? Falsch platzierte Werbung jedenfalls, geht fast immer in der Filmgeschichte unter.

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