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Werbung soll angenehmer werden

Das Web stellt sich auf Adblock und Co. ein

Vor einiger Zeit haben wir über die Aktion von Bild.de berichtet, die Seiteninhalte für Adblock Nutzer sperrte, und dazu aufforderte diesen abzuschalten, weil dem Unternehmen viel Geld verloren ginge. Jetzt haben auch die Produzenten dieser Werbung gemerkt, dass sie handeln müssen. Immer mehr Seiten greifen zu drastischen Maßnahmen gegen die Werbeblocker. Der Vizepräsident des Interactive Advertising Bureau, Scott Cunningham, ist einer der Ober-lobbyisten der Online Werbeindustrie in den Vereinigten Staaten. Er vertritt unter anderem Google, BuzzFeed, Yahoo und Facebook.

Zu Lasten der Nutzer

Scott Cunningham gab zu, dass die ständige Personalisierung und das Targeting zulasten der Nutzer gehe. Es sei verständlich, dass immer mehr User die beliebten Werbeblocker nutzen. Auch wenn viele Anbieter wie Bild.de oder Youtube inzwischen werbefreie Angebote gegen Bezahlung bereithielten, schaffen sich viele Nutzer den Adblocker an. Das Soll sich jetzt nach Meinung des Interactive Advertising Bureau ändern.

Neue Werbestandards

Unter dem Stichwort angenehme Werbung sollen im online Bereich neue Werbestandards geschaffen werden. Die vier Kategorien Light, Encrypted, Ad Choice Supported und Non-Invasive sollen den Anbietern von Werbung die Möglichkeit geben, Werbung die nicht stört zu platzieren und so die ungeliebten Werbeblocker zu umgehen.

tiefgreifende Veränderung

Wie alles, was eine tiefgreifende Veränderung mit sich bringt, werden wir lange auf diese Standards warten müssen. Zuerst muss getestet werden, wie Nutzer und Anbieter reagieren. Die Adblock Blocker, wie Bild haben bisher wohl keine negativen Erfahrungen mit ihrem Konzept gemacht. Langfristig gibt es zwar noch keine Abschätzungen, aber Bild.de Chefredakteur Julian Reichelt sieht dieses Konzept sehr positiv. Die Nutzer der Werbeblocker müssen also erstmal noch eine Weile damit leben, dass sie gewisse Seiteninhalte nicht vor die Linse bekommen.

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