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Nebenbei mal Werbung hören

Wie Werbung den Hörfunk nutzt

Werbeplattformen gibt es viele: Fernsehen, Zeitungen oder Plakate. Aber auch das Radio ist schon lange ein Werbeträger. Die Sender nutzen gezielte Werbebotschaften, die lange im Kopf bleiben. Das verstärkt sich jetzt. Etwa 50 Millionen Deutsche hören jedes Jahr ca. vier Stunden Radio. Das ist eine unglaubliche Anzahl an Empfängern von Werbung.

Billig und schnell

Von der Krise der Printmedien oder dem Fernsehen, sind Radiosender eher weniger betroffen. Kein Wunder, Radiowerbung ist schnell und günstig produziert. Durch zielgruppenspezifische Sprache lässt sich der Slogan leicht für die Werbeplattform Radio optimieren, außerdem sind Sprachaufnahmen deutlich billiger als Bilder oder Videos. Im Jahr 2013 wurden über 750 Millionen Euro durch die Platzierung von Radiowerbung eingenommen.

Keine klare Grenze

Radio läuft häufig nebenbei und wird nicht aktiv verfolgt. Neben dem Kochen oder dem Putzen wird dem Zuhörer so sehr leicht eine Werbebotschaft nach der anderen eingeflößt. Auch wenn vor Werbebotschaften oft ein Jingle oder Ähnliches gespielt wird, nimmt der Hörer oft nicht wahr, ob sich bei einem Beitrag um journalistische oder Werbebeiträge handelt. Die Werbeplattform Radio vermittelt so sehr einfach unterschwellig. Die Grenzen verschwimmen.

Hörerunfreundliches Radio

Die Werbung stürzt sich auf die Werbeplattform Radio, in Zukunft werden Sender wohl noch sehr viel mehr Werbung ausstrahlen. Experten sehen die Entwicklung kritisch. Wenn Hörer selbst entscheiden müssen, was Werbung ist und was nicht, wird der Hörfunk immer hörerunfreundlicher. Gesetzliche Regelung sind eher Mangelware und nicht einheitlich. Die Sender sollten in Zukunft mehr darauf achten, ihr Medium weniger als Werbeplattform zu nutzen.

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