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Nostalgischer Rückblick auf die Ostwerbung

Im Osten geht die Sonne auf

Wir werden heute von Werbung überflutet. Sie ist im Fernsehen, in der Zeitung und auf Fußballtrikots. Man kann ihr nicht entkommen. Sie ist bunt, nervig und oft auch lustig. Sie blinkt und glitzert. Werbung soll uns dazu bewegen bestimmte Produkte zu kaufen. Das macht auch durchaus Sinn, ist doch heute jede Ware in vielen verschiedenen Varianten vorhanden. Das ist der Vorteil einer Marktwirtschaft. Aber es gibt und gab auch andere Systeme.

Wozu DDR Werbung?

Wie jeder Schüler in Deutschland lernt, war die Deutsche Demokratische Republik einer Planwirtschaft unterworfen. Die regierende Partei SED hatte den Daumen auf allen Waren, und gab vor, wie viel und vor allem was produziert werden sollte. Das hatte zur Folge, dass im Winter oft zu wenig warme Schuhe vorhanden waren, dafür gab es aber Badehosen im Überfluss. Die Wartezeiten für Produkte waren lang. Auf den kultigen Trabi musste man oft jahrelang warten, bis er endlich in der Garage stand. Also wozu Werbung? Man bekam doch sowieso nur das, was da war.

Beeinflusst durch Werbung

Die Antwort ist recht einfach. DDR Werbung wurde genutzt, um das Kaufverhalten der Menschen in Ostdeutschland zu steuern. Wie bereits gesagt, waren viele Produkte rar, während andere im Überfluss zur Verfügung standen. Um dieses Problem zu lösen und Ladenhüter loszuwerden, versuchte die Parteifunktionäre mittels DDR Werbung Waren zu verkaufen, die bisher eher schlecht verkauft wurden.

Schön und begehrt

Aber einfallslos waren die Werbetreibenden im Osten keineswegs. Die DDR Werbung war lange nicht so grell und bunt wie die im Westen und schon gar nicht erotisch angelegt. Aber das Mux-Männchen, das Insekten vertreiben sollte oder der Spruch „Schön und begehrt“ für Pohli Kosmetik waren auch nicht von schlechten Eltern. Auf die DDR Werbung blicken heute viele Menschen aus Ost und West nostalgisch zurück.

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