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Geld gewinnt Spiele

23. August 2015: Das Zweitligaspiel St. Pauli gegen RB Leipzig steht an, Tradition gegen Geld. Der „neureiche“ Klub aus Sachsen ist klarer Favorit. Doch die ersten Schlagzeilen sind keine sportlichen: „St. Pauli entfernt RB-Logo von Website“ titelt die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Der Grund: Geld im Sport. Der Traditionsklub FC St. Pauli ersetzte auf seiner Homepage das Logo des ambitionierten RB Leipzig durch den einfachen Schriftzug „Leipzig“. Der Vereinssprecher sagte damals: „Wir behalten uns das Recht vor, in eigenen Publikationen unsere Sicht der Dinge kundzutun – egal, ob Kritik oder Lob“. Leipzig verlor 0:1.

Tradition vs. Weltkonzern

Das Duell zwischen diesen beiden Vereinen ist besonders brisant, da beide Klubs aus unterschiedlichen Welten zu stammen scheinen. Aber wie wichtig ist Geld im Sport wirklich für den Erfolg? Immer wieder glänzen Vereine sportlich, obwohl diese keinen Großsponsor oder Mäzen an der Hand haben. Borussia Dortmund oder auch der FC Augsburg haben beachtliche Erfolge vorzuweisen, auch ohne Scheich dahinter. Im Gegensatz zu den schwerreichen englischen Klubs schneidet die Bundesliga international sehr gut ab. Der Scheichklub Manchester City ist bis heute international nicht in Erscheinung getreten.

Geld ist nicht alles

Diese Beispiele sagen natürlich Nichts darüber aus, wie entscheidend Geld im Fußballgeschäft ist, sie zeigen aber, dass Geld im Sport nicht alles ist. Fußball ohne Geld kann sich inzwischen niemand mehr vorstellen, schon lange bewegen sich Ablösesummen für Spieler im 100-Millionen Bereich. Am Beispiel von Manchester City kann man aber sehen, das Geld im Sport nicht ausreicht, um Erfolg zu haben. Entscheidend ist das Management dahinter, denn auch im Fußball kann Geld in Fehlinvestitionen verschwinden.

Bayern macht es vor

Der FC Bayern München ist im Weltfußball schon lange eine bekannte Größe. Auch wenn viele die Langeweile in der Liga bemängeln, hat der FC Bayern seine Erfolge ohne Scheichs oder Mäzen geschafft. Durch gutes und solides Management steht er heute dort oben. Im Gegensatz zu seinen internationalen Konkurrenten geht der FC Bayern sehr sparsam mit seinem Geld um. Ein Christiano Ronaldo für 90 Millionen oder ein Kevin de Bruyne für etwa 75 Millionen wären in München nicht denkbar. Trotzdem spielt der Verein immer oben mit und gewann sogar in der Saison 2012/13 das Triple. Geld im Sport ist ohne Frage immens wichtig, aber Geld allein schießt keine Tore.

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