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Wenn was in die Hose geht

AirBnB – Eine echte Gelddruckmaschine

Der Community-Marktplatz AirBnB ist inzwischen sehr gut bekannt, durch das Konzept, das es Menschen ermöglicht, günstige Alternativen zu Hotel oder Herberge zu finden, konnte sich das Unternehmen schnell einen Namen machen. Die Registrierung ist einfach, die Bezahlmethode ebenfalls. Es ist möglich eine ganze Wohnung zu ergattern, oder ein Zimmer in einer Kurzzeit WG. Die Preise sind eigentlich immer deutlich günstiger als im Hotel. Das Konzept brachte auch einige Privathoteliers hervor. Diese besitzen oder mieten mehrere Wohnungen und vermieten diese über AirBnB weiter. Eine echte Gelddruckmaschine. Aber allein das Konzept ist noch nicht alles.

“Sleep in their beds, so you may know their dreams“

Das die emsige Marketingabteilung auch mal daneben greift, kommt vor. Die PR-Kampagne „Is ManKind?“, bei der Werbebotschaften per Twitter ausgesandt wurden, war auffällige Werbung, aber nicht unbedingt das gelbe vom Ei. Der Spruch „Schlaf in ihren Betten, damit du ihre Träume träumst“ wurde von vielen Usern eher skeptisch betrachtet. „Kein bischen gruselig“, kommentierten die Nutzer ironisch, auch der Name Freddy Krueger fiel. Und tatsächlich könnten solche Sprüche auch in einem Hollywood Splatterfilm vorkommen. Immerhin löste die Kampagne auch lustige Reaktionen aus. Viele Nutzer entwarfen ihre eigenen Spruch: „“Durchwühle ihre Unterwäsche, vielleicht passt sie“. Aufmerksamkeit erreichte AirBnB durch diese auffällige Werbung definitiv.

Passiv aggressiv

Auch die neuste Werbekampagne ist zwar auffällig, aber ebenfalls nicht ganz zu Ende gedacht. Das Unternehmen aus dem Silicon Valley platzierte jetzt Plakate vor öffentlichen Gebäuden wie Schulen oder Bibliotheken in San Francisco. Die Aufschrift auf rotem Grund vor der Bibliothek:

Dear Public Library System,

We hope you use some of the $12 million in hotel taxes to keep the library open later.

Love,
Airbnb

Zu Deutsch: Mit 12 Millionen Dollar kann die Bibliothek doch jetzt länger öffnen. Hintergrund des ganzen: AirBnB zahlt in den USA jährlich 12 Millionen Dollar an Hotelsteuern. Über den Umstand, dass diese Summe jedes Jahr vom AirBnB Konto abgeht, ist das Möchtegern Hotel überhaupt nicht erbaut, und schaltet deshalb auf bockig. Nach dem Motto, schaut mal was wir zahlen müssen, das ist so unfair, wird nun passiv aggressiv zurückgeschlagen. Viele Bewohner der Stadt können die auffällige Werbung nicht nachvollziehen. Eine Ortsansässige rechnete dem Unternehmen jetzt vor, was mit diesem Geld alles zu tun ist, und kam zu dem Ergebnis, dass die Bibliotheken gerade einmal ein bis zwei Minuten länger öffnen könnten.

Wall and Chain – aus Ost und West

AirBnB hat aber nicht nur fragwürdige Werbung verbreitet. Zum 25. jährigen Jubiläum des Berliner Mauerfalls produzierte das junge Unternehmen einen bewegenden Film, indem sich zwei Grenzsoldaten, einer aus dem Westen, der andere aus dem Osten, nach Jahren wiedertreffen. Eine wahre Geschichte. Die Zusammenführung der beiden ermöglichte AirBnB. Auch diese Idee war auffällige Werbung aber eben sehr bewegend.

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