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Ungesunde Werbung

Bundesregierung will Tabakwerbung an öffentlichen Plätzen verbieten

Ab dem 01. Juli 2020 soll Zigarettenwerbung verboten sein, das geht aus einem Papier des Ministeriums von Christian Schmidt, Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft hervor. Außenwerbung soll demnach für Tabakwaren nicht mehr möglich sein. Auch aus der Kinowerbung will Bundesminister Schmidt die Glimmstängel verbannen. Zumindest für Filme, die auch für unter 18-jährige zugänglich sind.

Zweiter Versuch

Dieses Papier ist nicht der erste Vorstoß des Ministers, schon früher wollte er Zigaretten, Tabak und E-Zigaretten verbieten. Es gab den Plan, die Tabakerzeugnisse spätestens ab 2018 aus der Außenwerbung zu verbannen. Dieser Plan scheiterte damals aber am Wiederstand des Kanzleramtes und des Wirtschaftsministerium, die sich nicht wirklich mit der Tabakindustrie anlegen wollen. Jetzt kommt es also erneut zum Versuch Tabakwerbung zu verbieten.

EU-Richtlinie ab 2016

Der Plan ist es, den Gesetzesentwurf schon Anfang 2016 in den Bundestag zur Abstimmung zu bringen, wenn alle Regierungsmitglieder einverstanden sind. Das Gesetz wird aber hauptsächlich erarbeitet, um die EU Richtlinie zu Tabakerzeugnissen umzusetzen. Diese Richtlinie fordert ab Mai 2016, dass zwei Drittel von Tabakbehältnissen mit sogenannten Schockfotos versehen werden müssen, die Raucherlungen oder Krebsgebilde zeigen. Die Maßnahme soll Menschen davon abhalten zu rauchen.

Tabakindustrie läuft Sturm

Wie am Ende das Ergebnis des Gesetzes aussehen wird, wird sich noch zeigen. Schon jetzt läuft die Tabakindustrie mithilfe tausender Lobbyisten Sturm gegen EU Kommission und Bundestag. Die Argumente der Tabakerzeuger sind der mögliche Verlust von 10.000 Arbeitsplätzen. Wer diesen Sturmlauf gewinnen wird, wird sich wohl erst Mitte 2016 zeigen.

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